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Lasciati andare

Lass dich gehen

Regie: Francesco Amato
Drehbuch: Francesco Bruni, Davide Lantieri, Francesco Amato
Kamera: Vladan Radovic
Schnitt: Luigi Mearelli
Ausstattung: Emita Frigato
Musik: Andrea Farri
Produktion: Riccardo Tozzi, Marco Chimenz, Giovanni Stabilini für Cattleya
Darsteller:  Toni Servillo (Elia), Veronica Echegui (Claudia), Carla Signoris (Giovanna), Luca Marinelli (Ettore)

Italien 2017
102 Minuten, OmU

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Der Psychoanalytiker Elia erlebt täglich so viele Emotionen seiner Patienten, dass er sie im eigenen Leben lieber fernhält. Er wahrt stets professionelle Distanz, nur seine Leidenschaft zu Süßspeisen kriegt er nicht unter Kontrolle. Bald setzt ihn sein Arzt auf Diät und schickt ihn ins Fitnessstudio. Dort trifft er auf die quirlige junge Trainerin Claudia, die es eher mit dem Körperkult als mit der Seele hält und wenig Verständnis für aus der Form geratene Intellektuelle wie Elia hat. Vor allem hat sie das Talent, jeden, der ihr über den Weg läuft, in ihre persönlichen Schwierigkeiten zu verstricken. Und Claudia steckt immer in seltsamen Schwierigkeiten. Aktuell ist ihr ein jugendlicher Gangster auf den Fersen, und ehe er sich versieht, gerät Elias Leben mehr in Schwung als er sich das jemals hätte träumen lassen…

Ein großer Spaß ganz im Geist der klassischen Screwball-Komödie, mit pointierten Wortgefechten, haarsträubenden Situationen und zwei brillanten Hauptdarstellern. Wer hätte gedacht, dass Toni Servillo so komisch sein kann?

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Lasciati andare ist eine Komödie, die aus dem Gefühl der eigenen Unsicherheit oder Unzulänglichkeit entspringt. Aus der Befangenheit, die wir empfinden, wenn wir uns in einer Umgebung befinden, die wir nicht verstehen. So wie es Elia ergeht, als er die für ihn fremde Welt eines modernen Hightech- Fitnessstudios betritt und von da an sein Leben völlig aus den Fugen gerät. Diese Art von Komik interessiert mich.
Francesco Amato

Fast schien es, als wäre die italienische Komödie ins Stocken geraten, als hätte sie ihren Biss verloren. Doch siehe da, der neue Film Lasciati andare von Francesco Amato belehrt uns eines Besseren! Die erste Neuheit finden wir bereits bei der Besetzung, nämlich mit Toni Servillo in einer humorvollen Rolle. Und dann der brillante Charakter dieser Inszenierung, die sich mit ihrem Thema des Kampfes der Geschlechter nicht so sehr auf die Tradition der italienischen, sondern eher der amerikanischen Komödie beruft. Es sind die funkensprühenden Wortgefechte von Katharine Hepburn und Carole Lombard auf der einen und Cary Grant oder Spencer Tracy auf der anderen Seite, sowie an ihre unzähligen Weiterentwicklungen und Variationen, an die wir uns unweigerlich erinnert fühlen.
Paolo D'Agostini, La Repubblica

Eine brillante und in der aktuellen italienischen Kinolandschaft eher ungewöhnliche Komödie. „Lasciati andare“ (Lass dich gehen) ist die Aufforderung, die der von Toni Servillo dargestellte Psychoanalytiker Elia ständig zu hören bekommt. Toni Servillo wiederum scheint in dieser für ihn ungewöhnlichen Rolle einige seiner ernsten Rollen aufzugreifen und sie auf (selbst)ironische Weise neu zu interpretieren. Und das Ergebnis ist wirklich beachtlich, denn an Talent zum Komischen fehlt es Servillo sicher nicht, auch wenn das Kino ihn in eine Schublade immer mehr oder weniger gleicher Figuren stecken wollte. Es ist das Verdienst von Francesco Amato, der zusammen mit seinen Autoren Francesco Bruni und Davide Lantieri alle mit dem frischen Wind überrascht hat, den dieser Film wehen lässt.
Antonello Catacchio, Il Manifesto

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Francesco Amato (1978, Turin). Während seines Studiums an der Universität Bologna dreht er zwischen 2001 und 2003 einige Dokumentar- und Kurzfilme, darunter Figlio di penna, der im Wettbewerb bei den Filmfestspielen von Cannes läuft. Nach seinem Abschluss am „Centro Sperimentale di Cinematografia“ in Rom entsteht mit Ma che ci faccio qui sein erster abendfüllender Spielfilm. Sein zweiter Spielfilm Cosimo e Nicole kommt 2012 in die Kinos, gefolgt von Lasciati andare (2017).

Unsere Filme in Regensburg:

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INDIVISIBILI - UNZERTRENNLICH

LASCIATI ANDARE - LASS DICH GEHEN

L’ORA LEGALE - AB HEUTE SIND WIR EHRLICH

LA RAGAZZA DEL MONDO - DIE WELT DER ANDEREN

LA TENEREZZA - DIE ZÄRTLICHKEIT